Let's camp it up!

Trash / Queer / Camp

Proseminar

Die Filmtheorie hat sich von Beginn an mit dem Phänomen des Zuschauers auseinandergesetzt. Immer mehr wurde dabei jedoch betont, dass eine universelle, für alle Zuschauerinnen und Zuschauer gültige Lektüreposition eine allzu starke Vereinfachung sei, die den verschiedenen Zugangsweisen des Publikums zum Film nicht gerecht wird. In diesem Lektürekurs sollen nun verschiedene Ansätze vorgestellt werden, die «alternative» Lesarten zu fassen versuchen. Ausgehend von der sozialen Positionierung der Zuschauer, wie sie etwa die Cultural Studies untersuchen, wird das Problem von Gegenästhetiken und Gegenbedeutungen im Mittelpunkt stehen. Was, so könnte man sich etwa fragen, ist Trash oder Camp? Dabei sollen diverse Ansätze, etwa der Semiopragmatik oder der Queer Theory, als Beispiel dienen, mit diesen Phänomenen umzugehen.

Literatur

Turner, Graeme. «Cultural Studies and Film». In: John Hill, Pamela Church Gibson (Hg.). The Oxford Guide to Film Studies. Oxford 1998. S. 195-201.

Doty, Alexander. «Queer Theory». In: John Hill, Pamela Church Gibson (Hg.). The Oxford Guide to Film Studies. Oxford 1998. S. 148-152.

Sontag, Susan. «Anmerkungen zu Camp». In: dies. Kunst und Antikunst: 24 literarische Analysen. Frankfurt/M. 1991 [1964]. S. 322-341

Curriculum

26.10.05: Einführung

2.11.05: Theoretische Texte lesen und verstehen/p>

9.11.05: Oppositionelle Lesarten/p>

16.11.05: Ausgehandelte Lesarten/p>

23.11.05: Der Begriff des Camp/p>

30.11.05: Camp und Gay Sensibility/p>

7.12.05: Queer Reading/p>

14.12.05: Macht und Widerstand in der Populärkultur/p>

21.12.05: Cultural Studies und Populärkultur/p>

11.1.06: Medienwissenschaft und Populärkultur/p>

18.1.06: Trash und Paracinema/p>

25.1.06: Trash und Exploitation/p>